Design: Aus einem Guss

11.09.2007
  • Souveränität, Sportlichkeit und Funktionalität als Leitmotive für das Design
  • Formvollendete Integration des Kombihecks in den neuen Mercedes-Stil
  • Kühlermaske als Identifikationsmerkmal der Lines
  • Zweifarbige Gestaltung des Interieurs bis in den Laderaum
Kaum eine andere Aufgabe erfordert von den Automobildesignern so viel Können und Kreativität wie die Gestaltung einer Kombilimousine. Denn dabei sind scheinbar widersprüchliche Anforderungen zu lösen: Funktionalität und Ästhetik, Nutz-wert und Agilität, Variabilität und Stil sollen in Einklang gebracht werden, um das zu erreichen, was die Kunden von einem modernen Automobil dieser Spezies erwarten: einen starken und vor allem eigenständigen Charakter.
Das neue T-Modell der C-Klasse entspricht nicht nur diesem Anspruch, es bringt darüber hinaus auch die typischen Grundmerkmale der neuen Mercedes-Formen-sprache deutlich zum Ausdruck: Souveränität, Fahrkultur und Kraft. Dafür sorgt das an den Regeln des modernen Purismus orientierte Designkonzept, das durch das Wechselspiel großer ruhiger Flächen mit straff gezogenen Linien gekennzeichnet ist. Dieser bewusste Verzicht auf formale Extratouren und jeden übertriebenen Zierrat verleiht den neuen Mercedes-Modellen auch optisch jene souveräne Kraft, die ihnen aufgrund ihrer herausragenden Technik zu eigen ist.
Beim Blick auf die Seitenpartie wird dieser ausdrucksstarke Stil besonders deutlich. Sofort wird aber auch klar, dass Limousine und T-Modell gleichzeitig entwickelt und gestaltet wurden und dass beide Karosserievarianten deshalb eine gemeinsame formale Sprache sprechen. Das Kombiheck war von Anfang an ein integraler Bestandteil des gesamten Designkonzepts; es entsteht aus dem Linienfluss und führt ihn konsequent fort. Beispiel Schulterlinie: Sie wächst organisch aus dem vorderen Kotflügel, verläuft entlang der Bordkante bis ins Heck und bildet so einen wichtigen optischen Bezugspunkt, der Kraft und Solidität widerspiegelt.
Diese breite, gut gebaute „Schulter“, die Seitenscheiben, Dachsäulen und Dach trägt, dient auch der neu gestalteten D-Säule als formales Fundament. Sie stützt sich auf der Schulterlinie ab und überträgt ihren Schwung nach oben bis zum Dach, wo sie sich wiederum mit der bogenförmigen Dachlinie vereint. So entsteht ein Bild perfekter Einheitlichkeit und Harmonie - ein Kombi wie aus einem Guss.
Anders als beim Vorgänger steht die D-Säule - und damit das gesamte Heck des T-Modells - deutlich steiler. Damit erfüllen die Designer den Anspruch „Funktionalität“, denn durch diese Heckgestaltung bietet die neue Kombilimousine deutlich mehr Ladevolumen.
Charakterlinie: Wechselspiel zwischen Licht und Schatten
Charakteristisch für die Mercedes-Formensprache ist auch die sogenannte Charakterlinie. Sie entwickelt sich aus dem vorderen Radlauf, verläuft unterhalb der Schulterlinie, steigt nach hinten an und bringt auf diese Weise sportliche Eleganz in das Erscheinungsbild. Zugleich dient dieses Mercedes-typische Stilelement als Grenzlinie zwischen den konvex und konkav geformten Türflächen und ermöglicht so ein interessantes Wechselspiel zwischen Licht und Schatten. In Wagenfarbe lackierte Türgriffe beruhigen die Seitenansicht und sorgen dafür, dass das Auge des Betrachters auf die wesentlichen Formmerkmale gelenkt wird.
Silhouette: Lang gestreckt mit athletischen „Muskeln“
Die ununterbrochene, lange Seitenfenstersilhouette aus Bordkantenzierstab und der umlaufenden, serienmäßigen Chrom-Regenleiste lassen die Karosserie in Verbindung mit den schwarzen Säulenverblendungen gestreckt und damit sehr elegant erscheinen. Zugleich kommen aber auch die sportlichen Attribute des T-Modells nicht zu kurz. Dafür sorgen die neuen Proportionen der Karosserie, die gegenüber dem Vorgängermodell 55 Millimeter länger ist; dafür sorgen aber auch die breitere Spur, die großen Radhäuser und die markant geformten Kotflügel, die bewusst etwas knapp - sprich: körperbetont - geschnitten erscheinen und sich dadurch wie Muskelpakete durchtrainierter Sportler über die Räder spannen.
17-Zoll-Räder, die bei den Sechszylindern C 320 CDI und C 350 sowie der Line AVANTGARDE und beim Sportpaket AMG zur Serienausstattung gehören, füllen die Radhäuser aus und verstärken den kraftvollen, athletischen Auftritt zusätzlich.
Die formschönen Rückleuchten sind „ Blickpunkte“ im Wortsinne. Sie dienen als optische Bindeglieder zwischen Seiten- und Heckdesign, lenken das Auge des Betrachters auf die markante Breite des Hecks, die durch die breite Griffleiste der Heckklappe oder den markanten, leicht nach außen gewölbten Stoßfänger verstärkt wird und Kraft symbolisiert.
Frontpartie: AVANTGARDE mit Sportwagen-Kühlermaske
Wie bei der Limousine spielt die Frontpartie auch beim T-Modell die wichtigste Rolle, um die unterschiedlichen Ausstattungsvarianten zu charakterisieren. Noch nie zuvor hat Mercedes-Benz die Lines so deutlich differenziert und damit ihre individuellen Besonderheiten zum Ausdruck gebracht:
  • Bei den Modellen CLASSIC und ELEGANCE symbolisiert die dreidimensional geformte Limousinen-Kühlermaske Eigenschaften wie Solidität, Komfort - aber auch eine Prise Luxus. So paart sich die Souveränität mit Stil. Der untere Lufteinlass wird bei diesen Lines durch drei schwarze Lamellen strukturiert.
  • Bei der Line AVANTGARDE wecken der große, mittig angeordnete Mercedes-Stern und drei horizontal lang gestreckte, durch Chromleisten verzierte Profile Aufmerksamkeit. Das sind typische Design-Attribute der sportlichen Mercedes-Modelle, die hier unmissverständlich den entsprechenden Charakter des Modells AVANTGRARDE verdeutlichen. Dazu tragen auch das schwarz lackierte, Sportwagen-typische Lochgitter des unteren Lufteinlasses sowie die Chromzierringe an den Nebelscheinwerfern und im unteren Bereich der Stoßfängerverkleidung bei.
Ebenso wie die Kühlermaske haben auch die Scheinwerfer des T-Modells eine Botschaft, die im Einklang mit den typischen Eigenschaften der neuen C-Klasse steht: Präzision. Die Projektionsscheinwerfer sind in gefärbte, lichtdurchlässige Zylinder eingefasst, die an hochwertige Kamera-Objektive erinnern und so den hohen technologischen Anspruch der Automobile unterstreichen. Die transparenten Streuscheiben in Klarglas-Optik erlauben Einblicke in die Lichttechnik und verstärken im Sonnenlicht den Glanz-Effekt der Scheinwerfer. Ist die C-Klasse mit Bi-Xenon-Scheinwerfern ausgestattet, sind die lichtdurchlässigen Zonen der
Zylinder noch größer als bei den Halogen-Scheinwerfern und prägen so auch bei Dunkelheit ein charakteristisches Erscheinungsbild. Sehr elegant wirken auch die flachen oberen Abdeckungen der Scheinwerfer, die mit ihren feinen Chromstreifen den Formenfluss der Motorhaube nach vorne, bis zu den Lichtkanten der Streuscheiben, fortsetzen. So entsteht auch hier durch formale Finesse - durch liebevolle Detailarbeit der Designer - ein harmonisches Gesamtbild aus Form und Funktion.
Instrumententafel: Harmonische Verbindung von Exterieur und Interieur
Das Interieur-Design greift die Formensprache der Karosserie auf und verschmilzt mit ihr. Ein Beispiel dafür ist die Pfeilung der Frontpartie, die durch eine straffe Mittellinie auf der Motorhaube nach hinten übertragen wird. Die Instrumententafel greift diesen Linienfluss auf und setzt ihn bis zur Mittelkonsole fort. Auch hier gilt also: Design aus einem Guss.
Durch die dynamisch gepfeilte Mittelkonsole und die horizontal gegliederte Instrumententafel haben die Mercedes-Designer einen spannungsvollen Kontrast geschaffen und das Cockpit gegliedert. Alles wirkt leicht und aufgeräumt.
Bei der Ausstattung des Cockpits orientierten sie sich an sportlichen Vorbildern und zeichneten übersichtliche Rundinstrumente wie man sie auch in Roadstern oder Coupés findet. Silberfarbene Skalenringe, schwarze Zifferblätter, weiße Schriftzeichen und orange leuchtende Zeiger bringen Form und Funktion - sprich: hohe Wertanmutung und gute Übersichtlichkeit - perfekt zueinander. Bei der Line AVANTGARDE unterstreicht eine Tubenplatte in Metallic-Optik den besonderen Charakter dieser Modellvariante.
Türverkleidungen: Formaler und farblicher Rahmen des Innenraums
Dem Merkmal „Design aus einem Guss“ entsprechen auch die Türverkleidungen. Sie setzen die zweiteilige, horizontale Gliederung der Instrumententafel fort und bilden so den Rahmen des gesamten Innenraums, in dem man sich deshalb noch geborgener fühlt. Je nach Ausstattung wird dieser Wohlfühl-Effekt durch die zweifarbige Gestaltung des Interieurs verstärkt, wobei die dunklere Kontrastfarbe vom Oberteil der Instrumententafel in die Türbeläge übergeht und bis in den Laderaum des T-Modells reicht.
Zum ersten Mal ist damit auch der gesamte Fondbereich in das Farbkonzept eines T-Modells integriert. Bei den Modellen CLASSIC und ELEGANCE erscheinen sowohl der Teppichboden des Laderaums als auch die Seitenverkleidungen in der vom Kunden gewählten Ausstattungsfarbe. Wird die Rücksitzlehne vorgeklappt, entsteht eine große gleichfarbige Fläche aus weichem Velours-Teppichboden, denn auch die Rückseiten der Lehnen sind mit Teppich bespannt.
Die Zierteile des Innenraums bestehen je nach Line aus Aluminium (AVANTGARDE) oder Edelholz (ELEGANCE) oder zeichnen sich durch edle Klavierlack-Optik (CLASSIC) aus. Für die individuelle Farbgestaltung steht für die Line ELEGANCE die warme Ton-in-Ton-Kombination Savannenbeige/Kaschmirbeige zur Auswahl, während das Modell AVANTGARDE bei Lederausstattung auch farblich deutlichere Akzente setzt. Mercedes-Benz bietet neben Schwarz die geschmackvollen Farbkombinationen Riffgrau, Schwarz/Cognacbraun und Schwarz/Sahara-beige zur Auswahl an.
EASY-PACK: Formschön und funktionell
Ihre sprichwörtliche Liebe zum Detail bewiesen die Mercedes-Designer nicht nur bei der Gestaltung der neuen Bedienelemente und der Displayanzeigen. Auch die Bausteine des EASY-PACK-Systems tragen ihre Handschrift. Ein Beispiel sind die Komponenten des neuartigen Laderaumpakets, mit dem Besitzer des T-Modells den Gepäckraum individuell unterteilen und das Ladegut sicher befestigen können. Teleskopstange, Gurtbandabroller und Verzurrösen gehören zu diesem sogenannten EASY-PACK-Fixkit, das Mercedes-Benz auf Wunsch liefert. Mit großer Sorgfalt gestalteten die Designer nicht nur die Form der Teile, sondern entwickelten auch das hochwertige Oberflächenmaterial, das sich durch angenehme Haptik auszeichnet. Ein weiteres Beispiel dafür, dass gute Form und perfekte Funktion einen harmonischen Einklang bilden können.
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