Fahrerlager-Geschichten - Christoph Sagemüller: „Der Wettbewerb ist unglaublich eng“

21.10.2021
Stuttgart

Die erfolgreichen Wochen von Mercedes-AMG gehen weiter: Dritter Herstellertitel in der GT World Challenge

  • Das ist passiert: Ergebnisse & Fakten
  • Neuigkeiten aus den Mercedes-AMG Motorsport-Teams
  • 3 Fragen an Christoph Sagemüller
  • Social Media News: Was gibt’s Neues online?

Das ist passiert: Ergebnisse & Fakten

  • International GT Challenge: Timur Boguslavskiy, Daniel Juncadella und Raffaele Marciello beenden das 8-Stundenrennen in Indianapolis auf dem zweiten Platz
  • Pirelli GT America: Zwei Siege für den Mercedes-AMG GT4 in Indianapolis
  • British GT Championship: Mercedes-AMG GT3 erzielt ein Doppel-Podium in Donington Park

Newssplitter

Auf nach Austin: Die Formel 1 ist zurück in den USA! Nachdem die Königsklasse im vergangenen Jahr in Folge der Covid19-Pandemie nicht auf dem Circuit of the Americas fahren konnte, kehren die Fahrer und Teams an diesem Wochenende nach Texas zurück. Der Große Preis der USA wird dabei zum insgesamt 42. Mal ausgetragen, zum neunten Mal gastiert die F1 in Austin, wo seit 2012 gefahren wird. Das Mercedes-AMG Petronas F1 Team konnte bislang fünf Siege in den USA einfahren, vier davon gingen an Lewis Hamilton, einer an Valtteri Bottas.  Die meisten Siege hat Ferrari (10) auf dem Konto, gefolgt von Lotus und McLaren mit jeweils acht Erfolgen in den Vereinigten Staaten. Lewis konnte zusätzlich zu seinen beiden Siegen mit dem Mercedes-Werksteam (2014-2017) noch zweimal mit McLaren-Mercedes (2007, 2012) in den USA gewinnen. Seinen ersten Sieg erzielte er 2007 noch auf dem Indianapolis Motor Speedway. Den absoluten Rundenrekord in Austin hält Valtteri mit seiner Pole-Zeit von 2019 (1:32.029 Minuten). Die schnellste Rennrunde stammt ebenfalls aus der Saison 2019 und wird von Ferrari-Pilot Charles Leclerc (1:36.169 Minuten) gehalten.

Mercedes-AMG Team AKKA ASP schließt Indianapolis 8 Hour auf Rang zwei ab: Im zweiten Saisonlauf der Intercontinental GT Challenge, den Indianapolis 8 Hour auf dem legendären Indianapolis Motor Speedway, haben Timur Boguslavskiy (RUS), Daniel Juncadella (ESP) und Raffaele Marciello (ITA) in der #89 vom Mercedes-AMG Team AKKA ASP einen starken zweiten Platz eingefahren. Das Trio, das von Position acht gestartet war, befand sich zur Rennhälfte eines turbulenten Rennens, das durch zahlreiche Gelbphasen unterbrochen wurde, noch auf Rang fünf.

Auch das Mercedes-AMG Team Craft-Bamboo Racing, das sich für die zweite Startreihe qualifiziert hatte, lag lange Zeit in aussichtsreicher Position. Luca Stolz (GER) konnte in dem Fahrzeug mit der Startnummer #99 drei Stunden vor Rennende sogar zwischenzeitlich die Führung übernehmen. Die Hoffnung auf den Sieg endete mit dem letzten Stint, in dem Teamkollege Jules Gounon (FRA) bei einer Überrundung vom Fahrzeug eines Kontrahenten getroffen wurde. Diese Kollision zwang den Franzosen 37 Minuten vor Rennende zum Abstellen des Fahrzeugs. Durch die bis dahin absolvierte Rundenanzahl erreichte das Team den 23. Platz in der Gesamtwertung und den 8. Platz in der Pro-Klasse.

Ein weiterer Erfolg in dem achtstündigen Rennen gelang SunEnergy1 Racing, dessen Fahrer Mikael Grenier (CAN), Kenny Habul (AUS) und Martin Konrad (AUT) die Ziellinie im Fahrzeug mit der Startnummer #75 als Zehnte überquerten und sich damit den Sieg in der Pro-Am-Klasse sicherten. Der Mercedes-AMG GT3 #63 von DXDT Racing, gesteuert von David Askew, Scott Smithson (beide USA) und Ryan Dalziel (GBR), verbuchte mit dem vierten Platz in der Pro-Am-Klasse eine weitere Top-Platzierung für Mercedes-AMG.

Dritter Herstellertitel in Folge für Mercedes-AMG in der GT World Challenge: Im finalen Saisonlauf der GT World Challenge America, der in den ersten drei Stunden der Indianapolis 8 Hour ausgetragen wurde, konnte sich Mercedes-AMG erneut den Herstellertitel sichern. Drei Fahrzeuge, die parallel auch an der Intercontinental GT Challenge teilnahmen, sorgten dafür, dass der Titel bereits vor dem letzten Rennwochenende der GT World Challenge im australischen Bathurst unter Dach und Fach gebracht werden konnte. Das Team DXDT Racing mit der Startnummer #04 um das Fahrerduo Colin Braun und George Kurtz (beide USA) erreichte auf dem Indianapolis Motor Speedway einen zweiten Platz in der Pro-Am-Klasse. Das Schwesternfahrzeug mit der Nummer #19, das mit Michael Cooper und Erin Vogel ebenfalls von US-amerikanischen Fahrern pilotiert wurde, sicherte sich Platz vier in seiner Klasse und belegte die gleiche Position in der finalen Pro-Am-Wertung der GT World Challenge America. Philip Ellis (SUI) und Russell Ward (USA) steuerten zudem das Fahrzeug mit der Startnummer #33 von WINWARD Racing auf den vierten Platz in der Silver-Wertung. Durch diesen erfolgreichen Saisonabschluss geht die Trophäe für den besten Hersteller bereits zum dritten Mal in Folge nach Affalterbach. 

Customer Racing Teams dominieren Saisonfinale der GT4 America: Nach dem Saisonfinale der GT4 America, das ebenfalls im Rahmen der Indianapolis 8 Hour auf dem Indianapolis Motor Speedway ausgetragen wurde, gab es gleich mehrere Gründe zu feiern. Zwei davon lieferte das Team Conquest Racing West mit dem Mercedes-AMG GT4 #35, das dank starker Leistungen von Colin Mullan und Michai Stephens (beide USA) in beiden Rennen den Sieg einfahren konnte. Im ersten Lauf am Samstag noch von Startplatz zwei ausgehend, gelang den beiden US-Amerikanern am Sonntag von Startposition zehn eine starke Aufholjagd, die dem Silver-Duo den vierten Sieg in Folge bescherte. Weitere Top-Resultate konnte das Team Murillo Racing mit dem Mercedes-AMG GT4 #72 erzielen. Das von Kenny Murillo und Christian Szymczak (beide USA) pilotierte Fahrzeug fuhr im ersten Rennen auf den zweiten und am Sonntag im finalen Lauf der GT4 America auf den dritten Gesamtplatz. Bereits vor dem finalen Rennwochenende konnte sich das Fahrerduo die Team- und Fahrermeisterschaft im Silver Cup der GT4 America sichern. 

RAM Racing sichert sich die Meisterschaft in der British GT: In der British GT Championship konnte Mercedes-AMG Motorsport am vergangenen Wochenende ebenfalls einen Titel einfahren. Yelmer Buurman (NED) und Ian Loggie (GBR) sicherten sich im letzten Rennen der Serie in dieser Saison im Donington Park den zweiten Platz. Dadurch konnten die beiden erfahrenen Piloten von RAM Racing mit ihrem Mercedes-AMG GT3 #6 den GT3-Fahrertitel in der Pro-Am-Klasse aus der vergangenen Saison verteidigen. Team ABBA Racing mit dem Vater-Sohn-Duo Richard und Sam Neary (beide GBR) holte sich in dem zweistündigen Rennen den dritten Gesamtplatz, gleichbedeutend mit dem Sieg in der Silver-Am-Klasse. Durch diesen Erfolg schließen die Nearys mit ihrem Mercedes-AMG GT3 #8 die Saison auf dem zweiten Platz der Silver-Am-Fahrerwertung ab.

Mehrere Klassensiege bei verschiedenen Rennserien in China: Mit der China GT Championship, der China Endurance Championship und der GT Super Sprint Challenge trugen gleich drei chinesische Rennserien am vergangenen Wochenende ihre Rennen auf dem Zhuhai International Circuit aus. In der China GT Championship war das Team Toro Racing mit zwei Fahrzeugen im Einsatz, wobei dem Mercedes-AMG GT3 #66 ein Klassensieg und ein zweiter Platz in der Klasse gelang. Das zweite Fahrzeug von Toro Racing mit der Startnummer #9 konnte einen Gesamtsieg und einen weiteren zweiten Platz in seiner Klasse verbuchen. In der China Endurance Championship gingen insgesamt sechs Mercedes-AMG GT4 von vier verschiedenen Teams an den Start. Climax Racing erreichte mit seinen beiden Fahrzeugen mit der #555 und der #777 einen Sieg und einen zweiten Platz in der GT4-Klasse. Der Mercedes-AMG GT4 #34 von Phantom Pro Racing machte als Klassendritter des zweieinhalbstündigen Rennens den Dreifacherfolg perfekt. Die GT Super Sprint Challenge verlief ebenfalls erfolgreich. Climax Racing verbuchte mit seinen Fahrzeugen mit den Startnummern #74 und #21 zwei Siege und zwei zweite Plätze in der Klasse. Bereits im ersten Rennen holte Kristie Zhu (CHN) von KRC - Kang's Racing Company im GT4 #85 den dritten Platz in der Klasse.

3 Fragen an Christoph Sagemüller

Als Leiter Mercedes-AMG Motorsport verantwortet Christoph Sagemüller seit Jahresbeginn die Bündelung der erfolgreichen Motorsport-Aktivitäten von Mercedes-AMG. In seiner kurzen Amtszeit konnte der 34-Jährige schon bedeutende Erfolge feiern. Nach den Titeln in der DTM sicherte sich Mercedes-AMG am Sonntag in Indianapolis auch in der GT World Challenge die Trophäe für den besten Hersteller. 

Christoph, am Wochenende fand das Indianapolis 8 Hour auf dem Indianapolis Motor Speedway statt. Wie hast du dieses besondere Event erlebt?

Christoph Sagemüller: Die Strecke in Indianapolis ist eine der traditionsreichsten der ganzen Welt, was allein schon das große und vielversprechende Aufgebot zeigt, mit dem wir nach Indiana gereist sind. Das Rennen selbst war dann durch zahlreiche Gelbphasen und Rennunterbrechungen geprägt, wodurch die Strategieabteilungen unserer Teams auf Hochtouren arbeiten und sich immer wieder an die neuen Gegebenheiten anpassen mussten. Wir sind natürlich enttäuscht darüber, dass das Mercedes-AMG Team Craft-Bamboo Racing unverschuldet und in Führung liegend durch eine Kollision aus dem Rennen genommen wurde und ein Sieg somit nicht mehr möglich war. Mit dem zweiten Platz vom Mercedes-AMG Team AKKA ASP und dem Klassensieg von SunEnergy1 Racing konnten wir letztlich aber dennoch noch ein großartiges Ergebnis einfahren.

In der GT World Challenge, die im Rahmenprogramm ausgetragen wurde, hat sich Mercedes-AMG zum dritten Mal in Folge den Herstellertitel sichern können. Wie bewertest du diesen Meilenstein?

Christoph Sagemüller: Erst einmal herzlichen Dank an unsere Teams und Fahrer aus der ganzen Welt, die das durch ihr herausragendes Engagement über die gesamte Saison möglich gemacht haben - und das bereits zum dritten Mal hintereinander. Solche Erfolge sind genau das, was uns bei Mercedes-AMG antreibt und auch den Erfolg unseres Kundensportkonzepts bestätigt. Natürlich genießen wir den Moment, aber wir dürfen auch nicht vergessen: Der Wettbewerb ist unglaublich eng. Wir nehmen die Meisterschaft gerne mit, blicken aber mit einem Auge auch schon auf das nächste Jahr, in dem wir den vierten Herstellertitel ins Visier nehmen werden.

Es ist nicht der erste große Titel für dich als Leiter Mercedes-AMG Motorsport. Den Herstellertitel in der DTM brachte man schon zwei Wochen zuvor unter Dach und Fach, eine Woche später folgte der Fahrertitel. Hast du das spannende Finale schon verarbeitet?

Christoph Sagemüller: Natürlich haben wir uns bei Mercedes-AMG Motorsport sehr darüber gefreut, im ersten DTM-Jahr mit GT3-Fahrzeugen direkt den Herstellertitel zu gewinnen und somit an alte Erfolge anzuknüpfen. Das ist umso höher zu bewerten, wenn man bedenkt, dass wir uns erst sehr spät für dieses Projekt entschieden haben. Der perfekte Saisonabschluss war dann, dass Maximilian Götz im Herzschlagfinale auf seiner Heimstrecke, dem Norisring, auch noch den Fahrertitel gewinnen konnte. Das Rennen war sicher nichts für schwache Nerven, was auch die teils kontroversen Diskussionen im Nachgang gezeigt haben. Dennoch freut es mich sehr für Max und das Mercedes-AMG Team HRT, die durch die gesamte Saison hinweg extrem starke Leistungen gezeigt haben, bis zum Schluss fokussiert geblieben und dafür verdient belohnt worden sind! Ein besonderer Dank gilt auch unseren Fahrern, Mercedes-AMG Teams und allen Menschen hinter den Kulissen, die zu dieser erfolgreichen DTM-Saison mit dem Mercedes-AMG GT3 beigetragen haben!

Social Media News

#OldestFan: 105 Jahre jung! Lewis Hamiltons ältester Fan, Len, feierte gerade seinen 105. Geburtstag! Vor einigen Wochen durften Len und dessen Sohn David sich mit Lewis über ihre gemeinsame Liebe zur Formel 1 unterhalten...

Video ansehen: www.youtube.com/watch?v=VSUoNIMQoow

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