Das Mercedes-Benz Keilzapfen-Türschloss

Das Mercedes-Benz Keilzapfen-Türschloss

01.06.2008
Stuttgart
  • Der Schließmechanismus verhindert ein Aufspringen der Autotüren
  • Die volle Stabilität der Fahrgastzelle und damit des Überlebensraums für Fahrer und Passagiere bleibt erhalten
  • Das erste Serienfahrzeug mit dem Keilzapfen-Türschloss ist 1959 der Mercedes-Benz 220 (Baureihe W 111)
Ein wichtiges Element der passiven Sicherheit im Automobil lässt Daimler-Benz im Jahr 1958 patentieren: das Keilzapfen-Türschloss. Ein Jahr darauf wird es in einem Serienfahrzeug von Mercedes-Benz eingeführt. Das neuartige Schloss, das zwei Sicherheitsrasten hat, verhindert das Aufspringen und Verklemmen der Fahrzeugtüren bei einem Unfall. Ältere Schlösser haben oft schon bei verhältnismäßig harmlosen Kollisionen die Türen aufspringen lassen. Fahrer und Passagiere sind dabei häufig aus dem Auto geschleudert worden – Halte- oder Sicherheitsgurte sind damals noch nicht üblich.
Zahlreiche Versuche führen schon etwas früher zum ersten Sicherheits-Zapfenschlosses, mit dem Mercedes-Benz das Risiko bereits erheblich mindert. Das Deutsche Patentamt registriert diese „Schließvorrichtung, insbesondere für Kraftfahrzeugtüren“ am 23. April 1949 unter der Nummer 827 905. Doch bei schweren Unfällen, insbesondere bei Überschlägen, springen die Türen noch immer auf.
Das neue Keilzapfen-Türschloss mit zwei Sicherheitsrasten löst dieses Problem. Indem diese Schlossausführung unter allen Umständen die Türen zuhält, sichert sie die volle Stabilität der Fahrgastzelle und schützt so den Überlebensraum für Fahrer und Passagiere. Patentiert wird das Keilzapfen-Türschloss nach mehreren Entwürfen als „ Zapfenschloss, insbesondere für Kraftfahrzeuge“ im Juli 1958. Erste Anwendung in der Serie findet das Keilzapfen-Türschloss 1959 im Mercedes-Benz 220 (W 111), der weltweit erste Personenwagen mit ganzheitlicher Sicherheitskarosserie.
Zum Meilenstein der passiven Sicherheit wird die „Heckflosse“ genannte Baureihe durch das Zusammenwirken zahlreicher Innovationen. Neben gestaltfester Fahrgastzelle, Knautschzonen vorne und hinten sowie Keilzapfen-Türschloss gehört dazu auch die Gestaltung des Innenraums ohne gefährliche Kanten. Insgesamt präsentiert sich die Baureihe 111 damit als weltweit erster Personenwagen mit einer ganzheitlichen Sicherheitskarosserie.
Diese Innovationen münden heute in das vorausschauend regierende integrale Sicherheitskonzept vom Mercedes-Benz. Damit werden die Grenzen zwischen passiver und aktiver Sicherheit erstmals fließend – ein weiterer Teilaspekt auf dem Weg zum unfallfreien Fahren.
 
Das Keilzapfentürschloss mit zwei Sicherheitsrasten, serienmäßig erstmals 1959 im Mercedes-Benz 220/220 S/220 SE (W 111) umgesetzt, den weltweit ersten Personenwagen mit Sicherheitskarosserie mit Knautschzonen und stabiler Fahrgastzelle.
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Das Keilzapfentürschloß mit zwei Sicherheitsrasten, sereinmäßig erstmals 1959 im Mercedes-Benz 220 (Baureihe W 111), dem weltweit ersten Personenwagen mit ganzheitlicher Sicherheitskarosserie.
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