Fahrerlager-Geschichten - Maximilian Buhk: „Fahren, Fahren, Fahren, so schnell es eben geht“

28.07.2021
Stuttgart

Ein Motorsport-Highlight jagt das nächste: Zwei Podestplätze für Mercedes-EQ in London, zwei Siege für den Mercedes-AMG GT3 in der Lausitz und jetzt geht es direkt weiter an den Hungaroring und nach Spa-Francorchamps

  • Das ist passiert: Ergebnisse & Fakten
  • Neuigkeiten aus den Mercedes-AMG Motorsport-Teams
  • 3 Fragen an Maximilian Buhk
  • Social Media News: Was gibt's Neues online?

Das ist passiert: Ergebnisse & Fakten

  • Formel E: Je ein Podestplatz für das Mercedes-EQ Formel E Team in den beiden Rennen in London
  • DTM: Philip Ellis und Maximilian Götz gewinnen die beiden Rennen auf dem Lausitzring
  • DTM Trophy: Ein Sieg und ein weiterer Podestplatz für den Mercedes-AMG GT4 in der Lausitz
  • GT4 France: Doppelsieg für den Mercedes-AMG GT4 im ersten Rennen in Spa-Francorchamps, ein weiterer Podestplatz in Lauf zwei
  • International GT Open: Ein Sieg und ein Podestplatz auf dem Autodromo Enzo e Dino Ferrari in Imola

Newssplitter

Auf nach Ungarn: Der Große Preis von Ungarn am kommenden Wochenende (30. Juli bis 1. August) ist zugleich das letzte Rennen vor der Sommerpause. Der Hungaroring ist bereits zum 36. Mal Austragungsort eines Formel 1-Rennens. In den vergangenen drei Jahren konnte sich Lewis Hamilton den Sieg vor den Toren Budapests sichern, der mit insgesamt acht Erfolgen auch der erfolgreichste Fahrer in Ungarn ist. Michael Schumacher und Ayrton Senna konnten vier respektive drei Mal auf dem Hungaroring gewinnen. In der Saison 2013 feierte Lewis seinen ersten Erfolg in einem Werks-Silberpfeil in Ungarn, im Jahr 2009 erzielte er dort mit McLaren-Mercedes den historischen ersten Sieg eines Hybrid-Motors in der Geschichte der Formel 1. Lewis hält in 1:13.447 Minuten auch den Streckenrekord (erzielt 2020) sowie den Rekord für die schnellste Rennrunde (1:16.627 Minuten, ebenfalls aus der Saison 2020). Das erfolgreichste Team beim Ungarn Grand Prix ist McLaren mit elf Siegen vor Williams und Ferrari mit jeweils sieben Erfolgen. Das Mercedes Werksteam konnte bislang fünf Mal auf dem Hungaroring gewinnen.

Zahlen & Fakten aus London: Das vorletzte Rennwochenende der ABB FIA Formel E Weltmeisterschaft 2020/21 führte das Mercedes-EQ Formel E Team am vergangenen Wochenende nach London. Dort fanden auf dem neuen ExCel Circuit die Saisonläufe 12 und 13 statt. Nach einer schwierigen Phase der Saison kehrte das Team beim London E-Prix auf das Podium zurück, und zwar in beiden Rennen. Nyck de Vries fuhr in beiden Läufen auf den zweiten Platz und sicherte sich damit seine Podestplätze vier und fünf in der vollelektrischen Rennserie. Sein Teamkollege Stoffel Vandoorne hatte hingegen Pech. Stoffel startete den zweiten Lauf am Sonntag von der Pole Position und führte den E-Prix bis ungefähr zur Rennmitte an, wurde dann jedoch bei einem Angriff von Oliver Rowland getroffen und fiel bis auf Platz 15 zurück. Auf das Heimrennen des Teams in London folgt am 14. und 15. August gleich das nächste Heimspiel in Deutschland. Vor dem abschließenden Double-Header in Berlin führt Virgin Racing mit sieben WM-Punkten Vorsprung die Teamwertung vor Mercedes-EQ auf dem zweiten Platz an. In der Fahrerwertung liegt Nyck sechs Zähler vor dem Zweiten Robin Frijns in Führung. Beim Saisonfinale ist also in beiden Meisterschaften noch alles offen.

Doppeltriumph beschert Führung in der DTM-Herstellerwertung: Bereits beim Saisonauftakt hatten das Mercedes-AMG Team WINWARD und das Mercedes-AMG Team HRT mit Podestplatzierungen für eine erfolgreiche Rückkehr in die DTM gesorgt. Beim zweiten Rennwochenende auf dem Lausitzring toppten die Teams dieses Resultat. Philip Ellis (SUI) sicherte sich am Samstag im Mercedes-AMG GT3 #57 vom Mercedes-AMG Team WINWARD seinen ersten DTM-Sieg. Für Mercedes-AMG Motorsport war es zugleich der erste Erfolg in der DTM seit dem 25. August 2018. Am Sonntag fuhr Maximilian Götz (GER) in der #4 vom Mercedes-AMG Team HRT ebenfalls zu seinem ersten Sieg in der DTM und machte damit den Doppel-Coup perfekt. Insgesamt gelangen den Teams mit den Mercedes-AMG GT3 in den beiden Rennen sieben Top-10-Platzierungen. Dank dieser starken Ergebnisse führt Mercedes-AMG nun mit 27 Punkten Vorsprung die Herstellerwertung der Serie an.

Auch in der im Rahmenprogramm stattfindenden DTM Trophy überquerte ein Fahrzeug aus Affalterbach als Erstes die Ziellinie. William Tregurtha (GBR) gewann im Mercedes-AMG GT4 #85 der CV Performance Group das zweite Rennen am Sonntag. Nach Rang drei am Samstag übernahm Tregurtha damit die Führung in der Fahrerwertung.

Starkes Aufgebot für Saisonhighlight in Spa: Mit den TotalEnergies 24 Hours of Spa (29. Juli bis 1. August) steht einer der Saisonhöhepunkte im GT-Rennsport auf dem Programm. Beim größten reinen GT3-Rennen der Welt stellt Mercedes-AMG mit 13 Fahrzeugen das stärkste Aufgebot aller Hersteller. Auf dem legendären Circuit de Spa-Francorchamps peilen die Teams den ersten Sieg beim 24-Stunden-Rennen seit 2013 an. Damals gewannen Maximilian Buhk, Maximilian Götz und Bernd Schneider (alle GER) für HTP Motorsport mit dem SLS AMG GT3. Buhk und Götz sind auch bei der 73. Ausgabe im Einsatz. Zusammen mit Yelmer Buurman (NED) steuern sie den Mercedes-AMG GT3 #50 vom Team HubAuto, der im historischen Design von 1971 antritt. Vor 50 Jahren hatte der Mercedes 300 SEL 6.8 AMG mit dem 2. Gesamtplatz und dem Klassensieg für eine echte Motorsport-Sensation gesorgt.

Rennsiege in GT4 France und International GT Open: Bereits eine Woche vor dem Saisonhöhepunkt auf dem Circuit de Spa-Francorchamps waren die Customer Racing Teams auf der Ardennen-Achterbahn erfolgreich. Das NM Racing Team bescherte Mercedes-AMG Motorsport am Samstag den ersten Saisonsieg in der GT4 France. Christopher Campbell (FRA) und Lluc Ibañez (ESP) arbeiteten sich in der #15 von Startplatz neun aus bis an die Spitze des Feldes und lieferten sich mit Ludovic Badey und Thomas Drouet (beide FRA) in der #16 des AKKA ASP Team ein spannendes Duell um den Sieg. Auf der Ziellinie trennten die beiden Mercedes-AMG GT4 nur 0.116 Sekunden. Die #81 vom AKKA ASP Team auf Rang vier machte das starke Teamergebnis in diesem Rennen komplett.

Badey und Drouet fuhren auch im zweiten Rennen am Sonntag als Dritte aufs Podium und sicherten sich zugleich Rang eins in der Pro-Am-Klasse. Die #64 vom Team Jouffruit by Vic' Team und die #87 von AKKA ASP auf den Plätzen zwei und drei sorgten für einen Dreifachsieg der Mercedes-AMG GT4 in dieser Kategorie. Zwei weitere Klassenpodien fuhren Timothé Buret und Paul Evrard (beide FRA) in der #88 vom AKKA ASP Team ein. Das Duo erreichte im Silver Cup an beiden Tagen Rang drei.

In der vierten Runde der International GT Open ist Loris Spinelli (ITA) zum zweiten Sieg hintereinander für AKM Motorsport gefahren. Als Solist gewann er im Mercedes-AMG GT3 #47 das erste der beiden Rennen auf dem Autodromo Enzo e Dino Ferrari. Im zweiten Rennen schaffte er es als Dritter ebenfalls aufs Podium. Jens Liebhauser und Florian Scholze (GER) sicherten sich im Schwesterfahrzeug mit der #14 ihre Saisonsiege vier und fünf in der Am-Klasse. 

3 Fragen an Maximilian Buhk

20 Jahre war Maximilian Buhk jung, als er einen der größten Erfolge seiner Karriere einfuhr. Zusammen mit Maximilian Götz und Bernd Schneider gewann er 2013 im SLS AMG GT3 von HTP Motorsport das 24-Stunden Rennen von Spa. Nach wie vor ist er der jüngste Sieger dieses Rennens. Acht Jahre später ist Buhk auf der legendären belgischen Strecke mit dem Mercedes-AMG GT3 #50 vom Team HubAuto im Jubiläumsdesign im Einsatz. Zuvor spricht er über die Erfolgsaussichten und die besondere Herausforderung des Rennens.

Als Teil der Crew, die 2013 mit dem SLS AMG GT3 die 24 Hours of Spa gewonnen hat, hast du dir einen Platz in den Geschichtsbüchern von Mercedes-AMG Motorsport gesichert. Wieviel bedeutet es dir, in diesem Jahr im Fahrzeug von HubAuto im Jubiläumsdesign des ersten großen Erfolgs von 1971 anzutreten?

Maximilian Buhk: Es ist ein fantastisches Gefühl, ein kleiner Teil der großartigen Rennhistorie von Mercedes und Mercedes-AMG zu sein. Der Sieg bei den 24 Stunden von Spa 2013 zählt noch immer zu den größten Erfolgen meiner Laufbahn. Die Strecke ist eine der coolsten der Welt, und ich freue mich riesig, dieses Jahr wieder einmal dabei zu sein. Die 24 Stunden von Spa dann noch im Jubiläumsdesign des ersten großen Erfolgs von 1971 in Angriff zu nehmen, macht die diesjährige Teilnahme zu etwas ganz Besonderem. Zumal ich glaube, dass Max, Yelmer und ich gemeinsam mit der HubAuto-Mannschaft durchaus das Zeug dazu haben, ein Wörtchen um die vorderen Ränge mitzureden.

Worauf kommt es an, um das 24-Stunden-Rennen in Spa als Sieger zu beenden?

Maximilian Buhk: Im Grunde ist es ganz einfach: Fahren, Fahren, Fahren, so schnell es eben geht. So wenig wie möglich an der Box stehen, keine Fehler machen, keine Strafen kassieren. Und dazu braucht's dann auch noch ein Quäntchen Glück. Klingt irgendwie gar nicht so kompliziert, oder? Ist es aber.

Viele Fahrer bezeichnen das Rennen in Spa auch als 24-Stunden-Sprint. Was ist damit gemeint?

Maximilian Buhk: Genau das - ein Sprint. Die Zeiten, in denen man ein 24-Stunden-Rennen mit 90 Prozent Einsatz fahren konnte oder sogar musste, damit das Auto hält, sind längst vorbei. Bei der hohen Zuverlässigkeit der modernen GT3-Fahrzeuge und angesichts des unglaublich stark besetzten Teilnehmerfelds bei den 24 Stunden von Spa gibt es nur eine Devise: Volle Pulle, vom Start bis ins Ziel. Anders ist dieses Rennen nicht zu gewinnen.

Social Media News

#F1W12: Anthony Davidson ist nicht nur ein talentierter Rennfahrer, TV-Experte und Kommentator, sondern als einer unserer Simulator-Fahrer auch ein integraler Bestandteil des Teams! Vor einiger Zeit stieg Ant aus dem Simulator aus und erhielt die Chance, den W12 in Silverstone zu fahren!

Video ansehen: www.youtube.com/watch?v=vjFXqqKeKFc

#FactoryFriday: Vergangenen Freitag statteten wir der Grafikabteilung in unserem Paint-Shop einen Besuch ab, um zu sehen, woran das Team dort gerade arbeitet!

Video ansehen: www.youtube.com/watch?v=Yqn76OKZ8NU

#Accelerate25: Vor einem Jahr tauschten wir unsere berühmte silberne Lackierung gegen eine schwarze Livery ein, um damit ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen und unser Engagement für mehr Vielfalt in unserem Team und unserem Sport zu betonen. 12 Monate später geht unsere Arbeit weiter und ist noch genauso wichtig.

Video ansehen: www.youtube.com/watch?v=Anz2O8CxrWs

#F1RaceDebrief: Nach dem Großbritannien GP gab es viel zu besprechen! James Allison spricht in unserem F1 Renndebriefing über die wichtigsten Themen vom Vorfall in der ersten Runde über die Upgrades am W12 bis hin zum Sprint-Qualifying und mehr!

Video ansehen: www.youtube.com/watch?v=MTcooWGvHHY

#MyJobInF1: In unserer neuesten Folge von "Mein Job in der F1" stellen wir Ingrid vor. Sie ist Senior Simulation Engineer und arbeitet an der Weiterentwicklung unseres Simulators, der ein entscheidendes Performance-Tool für das Team ist!

Video ansehen: www.youtube.com/watch?v=4q3EmW0kaRQ

Fahrerlager-Geschichten - KW30
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