Fahrerlager-Geschichten – Von der Nordsee in den königlichen Park

07.09.2022
Stuttgart

Abschluss des Formel 1 Triple-Headers in Monza, Mercedes-AMG sammelt weitere Erfolge im GT-Sport

  • Das ist passiert: Ergebnisse & Fakten
  • Neuigkeiten aus den Mercedes-AMG Motorsport-Teams

Das ist passiert: Ergebnisse & Fakten

  • Formel 1: George Russell fährt beim Großen Preis der Niederlande in Zandvoort auf Platz zwei, Lewis Hamilton wird Vierter
  • GT World Challenge Europe Endurance Cup: Maro Engel, Steijn Schothorst und Luca Stolz fahren auf Platz vier
  • GT4 European Series: Der Mercedes-AMG GT4 gewinnt den ersten Lauf auf dem Hockenheimring
  • Italian GT Championship: Podestplatz für den Mercedes-AMG GT3 im zweiten Lauf in Imola
  • Super Taikyu: Sieg für den Mercedes-AMGT GT3 auf dem Twin Ring Motegi

Newssplitter

Bestes Saisonergebnis für George: Die zweite Station des Triple-Headers nach der Sommerpause führte die Formel 1 am vergangenen Wochenende auf den Circuit Zandvoort in den Niederlanden. Nach der Rückkehr des Grand Prix in den Rennkalender im Vorjahr gastierte die Königsklasse des Motorsports zum zweiten Mal vor einer ausverkauften und fantastischen Kulisse auf dem umgebauten Kurs an der Nordsee. Nach dem enttäuschenden Rennwochenende in Spa-Francorchamps zeigte der W13 auf dem Kurs in den Dünen eine stark verbesserte Performance. In einem actiongeladenen Rennen, das von einer virtuellen Safety-Car-Phase als auch einem normalen Safety-Car-Einsatz beeinträchtigt wurde, fuhr George Russell zum sechsten Mal in dieser Saison auf das Podium und erzielte mit Platz zwei sein bislang bestes Ergebnis für das Mercedes-AMG PETRONAS F1 Team. Lewis Hamilton hatte hingegen kein Rennglück. Als spät im Rennen das Safety Car auf die Strecke ging, setzte das Team bei seiner Strategie auf Risiko und wählte seine einzige Option, um Max Verstappen im Kampf um den Sieg zu fordern. Hierzu entschied es sich, die Position auf der Strecke auf sechs Runden alten Medium-Reifen zu halten, anstatt an die Box zu gehen und frische Soft-Reifen aufzuziehen, um den Niederländer hinter sich zu halten. Schlussendlich erwies sich der Unterschied zwischen den Medium- und den neueren Soft-Reifen als zu groß und Lewis fiel hinter Verstappen, George und Charles Leclerc (die alle an die Box gegangen waren) auf Platz vier zurück.

Auf nach Monza: Der Abschluss des Triple-Headers führt das Team auf den dritten Traditionskurs in Folge: Der 16. Saisonlauf findet auf dem Autodromo Nazionale di Monza statt. Der Große Preis von Italien wird in diesem Jahr zum 73. Mal ausgetragen, nur einmal fand er nicht in Monza, sondern in Imola statt. Die meisten Siege erzielten Michael Schumacher und Lewis Hamilton mit jeweils fünf Erfolgen. Bei den Teams führt die Scuderia Ferrari mit 19 Siegen bei ihrem Heimrennen im königlichen Park zu Monza vor McLaren (11 Siege) und Mercedes (7 Siege). Die ersten beiden Silberpfeil-Siege erzielte Juan Manuel Fangio in den Jahren 1954 und 1955, danach fuhr das Mercedes-AMG PETRONAS F1 Team vier Siege mit Lewis und einen mit Nico Rosberg ein. Bei den Motorenherstellern führt Ferrari mit 20 Siegen (einer davon durch Sebastian Vettel im Toro Rosso) vor Mercedes mit 13 Siegen. Der Rundenrekord steht bei 1:18.887 Minuten, gehalten von Lewis (2020). Die schnellste Rennrunde geht in 1:21.046 Minuten auf das Konto von Rubens Barrichello (Ferrari, 2004).

Top-5-Finish und Klassenpodien in der GT World Challenge Europe auf dem Hockenheimring: Zunächst schienen die Vorzeichen für die Customer Racing Teams beim vorletzten Rennen im Endurance Cup der GT World Challenge Europe 2022 alles andere als günstig zu stehen: Nach dem Qualifying für das dreistündige Rennen auf dem Hockenheimring startete das Mercedes-AMG Team GetSpeed mit der Startnummer 2 als bestes Team mit dem Mercedes-AMG GT3 von Platz 12 - doch das Trio um Maro Engel (GER), Steijn Schothorst (NED) und Luca Stolz (GER) bewies seinen fahrerischen Kampfgeist. Nach 101 Runden und kontinuierlicher Aufholjagd stand am Ende immerhin Platz vier zu Buche. Bei den Markenkollegen des Mercedes-AMG Team AKKODIS ASP wollte sich an diesem Wochenende hingegen kein Rennglück einstellen. Jules Gounon (FRA), Daniel Juncadella (ESP) und Raffaele Marciello (SUI) am Lenkrad des Mercedes-AMG GT3 #88 mussten das Rennen vorzeitig beenden und blieben ohne Punkte - in der Meisterschaft liegen sie dennoch weiterhin an der Spitze des Tableaus.

Mit dem zweiten Platz in der Pro-Am-Klasse verteidigte SPS automotive performance mit Dominik Baumann (AUT), Ian Loggie (GBR) und Valentin Pierburg (GER) die Führung in der Teamwertung. Und auch im Gold Cup durfte an diesem Sonntag gefeiert werden: Der Mercedes-AMG GT3 #5 von Haupt Racing Team mit den Fahrern Hubert Haupt (GER), Arjun Maini (IND) und Florian Scholze (GER) überquerte ebenfalls auf Rang zwei die Ziellinie.
Das mit Spannung erwartete Saisonfinale geht am 2. Oktober auf dem Circuit de Barcelona Catalunya über die Bühne.

Gesamt- und Klassensieg in der GT4 European Series: Im Rahmenprogramm der GT World Challenge Europe machten die Teams mit dem Mercedes-AMG GT4 auf sich aufmerksam. Beim ersten von zwei einstündigen Rennen der GT4 European Series überzeugte das NM Racing Team auf ganzer Linie. Von Platz sechs gestartet pilotierten Lluc Ibañez (ESP) und Enzo Joulié (FRA) die Startnummer #15 zum Gesamtsieg. Damit bauten Team und Fahrer ihre Führung in der Silver-Wertung vor dem Saisonabschluss in Barcelona weiter aus. Und auch in der Pro-Am-Wertung gab es in Rennen 1 kein Vorbeikommen am Mercedes-AMG GT4. Jean-Luc Beaubelique und Jim Pla (beide FRA) vom AKKODIS ASP Team #87 steuerten das AKKODIS ASP Team #87 zum Klassensieg und festigten damit ihre Position an der Spitze des Klassements.

Weitere Gesamtsiege und Klassenerfolge für die Customer Racing Teams: Die Italian GT Championship war am vergangenen Wochenende zu Gast auf dem Autodromo Enzo e Dino Ferrari in Imola, zwei Sprintrennen über 50 Minuten standen auf dem Programm. Dabei verlief vor allem der zweite Lauf für Antonelli Motorsport und sein Fahrerduo Matteo Cressoni/Kikko Galbiati (beide ITA) nach Plan: In der letzten Runde übernahm Galbiati die Führung und schob sich mit dem Sieg in der Gesamtwertung bis auf acht Punkte an die Spitze heran. In der GT4-Pro-Am-Klasse war Nova Race mit Alessandro Marchetti (ITA) und Aleksander Schjerpen (NOR) am Steuer des Mercedes-AMG GT4 an diesem Wochenende das Maß der Dinge. Das Team aus dem Nordwesten Italiens entschied beide Läufe für sich.

Die Kundensportteams in der japanischen Super Taikyu hatten ebenfalls allen Grund zur Freude: auf dem Twin Ring Motegi holte sich Grid Motorsports mit dem Mercedes-AMG GT3 #888 den Gesamtsieg. Beim Rennen über fünf Stunden zeigte das Fahrerquartett um Martin Berry (AUS), Shinichi Takagi, Daisuke Yamawaki (beide JPN) und Shaun Thong (HKG) eine fehlerfreie Leistung. Diese legte auch das Team Endless Sports mit seinem japanischen Trio Shintaro Kawabata, Ryo Ogawa und Riki Tanioka im Mercedes-AMG GT4 #3 an den Tag, das sich in der Klasse ST-Q einen ungefährdeten Sieg sicherte.

Formel 1 - Mercedes-AMG Petronas Motorsport, Großer Preis der Niederlande 2022. Lewis Hamilton
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Formel 1 - Mercedes-AMG Petronas Motorsport, Großer Preis der Niederlande 2022. Lewis Hamilton
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Formel 1 - Mercedes-AMG Petronas Motorsport, Großer Preis der Niederlande 2022. George Russell
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Formel 1 - Mercedes-AMG Petronas Motorsport, Großer Preis der Niederlande 2022. George Russell
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Formel 1 - Mercedes-AMG Petronas Motorsport, Großer Preis der Niederlande 2022. George Russell
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Formel 1 - Mercedes-AMG Petronas Motorsport, Großer Preis der Niederlande 2022. George Russell
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Formel 1 - Mercedes-AMG Petronas Motorsport, Großer Preis der Niederlande 2022. Lewis Hamilton
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Formel 1 - Mercedes-AMG Petronas Motorsport, Großer Preis der Niederlande 2022. Lewis Hamilton
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Formel 1 - Mercedes-AMG Petronas Motorsport, Großer Preis der Niederlande 2022. George Russell
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Formel 1 - Mercedes-AMG Petronas Motorsport, Großer Preis der Niederlande 2022. Lewis Hamilton
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Mercedes-AMG GT4 #15, NM Racing Team
MercedesAMGCustomerRacing_GT4ES_1[13]
Mercedes-AMG GT4 #87, AKKODIS ASP Team
MercedesAMGCustomerRacing_GT4ES_2[94]
Mercedes-AMG GT3 #2, Mercedes-AMG Team GetSpeed
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Lluc Ibañez und Enzo Joulié, Mercedes-AMG GT4 #15, NM Racing Team
MercedesAMGCustomerRacing_GT4ES_3[5]
Mercedes-AMG GT3 #5, Haupt Racing Team
MercedesAMGCustomerRacing_GTWCE_2[69]
Mercedes-AMG GT3 #20, SPS automotive performance
MercedesAMGCustomerRacing_GTWCE_3[6]
Mercedes-AMG GT3 #888, Grid Motorsports
MercedesAMGCustomerRacing_SuperTaikyu_1[64]
Mercedes-AMG GT3 #3, Endless Sports
MercedesAMGCustomerRacing_SuperTaikyu_2[63]
Mercedes-AMG GT3 #17, Antonelli Motorsport
MercedesAMGCustomerRacing_CIGT_1[17]
Mercedes-AMG GT4 #207, Nova Race
MercedesAMGCustomerRacing_CIGT_2[78]


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