Mercedes-Benz Classic feiert 120 Jahre Motorsportgeschichte mit starkem Engagement im historischen Rennsport

Mercedes-Benz Classic feiert 120 Jahre Motorsportgeschichte mit starkem Engagement im historischen Rennsport

07.04.2014
Stuttgart
  • Zwei Fahrzeuge am Start: „ Renn-Heckflosse“ beim Dunlop FHR Langstreckencup und 190 E 2.5-16 EVO II bei der Youngtimer Trophy
  • Tourenwagenrennen als besonders buntes und faszinierendes Kapitel in 120 Jahren Motorsportgeschichte von Mercedes-Benz
Stuttgart.  – 120 Jahre Motorsportgeschichte von Mercedes-Benz stehen für ein einzigartiges Kaleidoskop glänzender Erfolge in verschiedenen Rennsport-Kategorien. Das von legendären Siegen gekrönte Engagement der Marke im Tourenwagensport der 1960er-Jahre sowie der 1980er- und 1990er-Jahre bildet ein besonders buntes und faszinierendes Kapitel in diesem sportlichen Erbe des ältesten Automobilherstellers der Welt. Beide Epochen lassen den Dunlop FHR Langstreckencup der Fahrergemeinschaft Historischer Rennsport e. V. (FHR) sowie die Youngtimer Trophy lebendig werden. In beiden Rennserien geht in der Saison 2014 wieder ein nach authentischem Vorbild aufgebauter Werksrennwagen von Mercedes-Benz Classic an den Start. So fördert die Traditionssparte der Marke aktiv die besonders lebendige Pflege der Motorsportgeschichte.
Historischer Rennsport lässt die automobile Wettkampfkultur vergangener Epochen auf authentische Weise wiederaufleben. Das gilt insbesondere für den Dunlop FHR Langstreckencup – weltweit die größte historische Langstrecken-Rennserie nach Anhang K – sowie für die Youngtimer Trophy. In beiden Rennserien startet 2014 wieder ein von Mercedes-Benz Classic aufgebauter Werksrennwagen. Auf dem Rennkalender von Mercedes-Benz Classic stehen vier Rennen, die auf dem Nürburgring (Nordschleife und Grand-Prix-Kurs) und in Spa-Francorchamps stattfinden.
Das heutige Engagement von Mercedes-Benz Classic im historischen Motorsport beginnt im Jahr 2011, als die Traditionssparte der Stuttgarter Marke einen
Mercedes-Benz 220 SE (W 111) für den Start im Dunlop FHR Langstreckencup aufbaut. Seit 2013 geht neben diesem von den Fans liebevoll „Renn-Heckflosse“ genannten Fahrzeug zudem ein Mercedes-Benz 190 E 2.5-16 Evolution II (W 201, kurz „EVO II“) in der Youngtimer Trophy an den Start.
„Durch die Teilnahme unserer Werksrennwagen an mittlerweile zwei Rennserien des historischen Rennsports tragen wir aktiv zu dieser lebendigen Traditionspflege der Motorsportgeschichte bei“, sagt Michael Bock, Leiter von Mercedes-Benz Classic. „Unser erfolgreiches Engagement erinnert dabei an faszinierende Höhepunkte aus 120 Jahren Motorsport – an ‚magische Momente‘ von Mercedes-Benz.“
Während im FHR-Langstreckencup der Fahrergemeinschaft Historischer Rennsport e. V. (FHR) GT-Fahrzeuge und Tourenwagen der Baujahre 1947 bis 1975 starten, nehmen an der Youngtimer Trophy Fahrzeuge der Jahre 1966 bis 1990 teil. Das Reglement beider Rennserien richtet sich maßgeblich nach den Vorgaben für die Homologation der historischen Vorbilder. Das sorgt für höchste Authentizität und Originalität der eingesetzen Rennwagen.
Der Dunlop FHR Langstreckencup und die Youngtimer Trophy stehen für zwei unterschiedliche Epochen des Tourenwagensports – und doch ergänzen sie sich auf ideale Weise. Denn die Läufe für beide Serien werden innerhalb großer historischer Wettbewerbe im Rahmen derselben Rennwochenenden ausgetragen.
In der Saison 2014 starten die Werksrennwagen von Mercedes-Benz Classic bei der Historic Trophy Nürburgring auf der berühmten Nordschleife (30. Mai bis 1. Juni 2014), beim ADAC 24h-Classic Rennen auf dem Nürburgring (19. bis 22. Juni 2014), beim Spa Race Festival in Spa-Francorchamps (18. bis 20. Juli 2014) und bei der Westfalen Trophy auf dem Nürburgring (17. bis 19. Oktober 2014).
Rückkehr an die Schauplätze großer Erfolge von 120 Jahren Motorsport
Die Tourenwagen sind auch in dieser Saison wieder auf Rundkursen unterwegs, auf denen Mercedes-Benz Rennsportgeschichte geschrieben hat. Insbesondere der Nürburgring ist eng mit der Motorsportgeschichte der Stuttgarter Marke verbunden: Schon das Eröffnungsrennen am 19. Juni 1927 gewinnt Rudolf Caracciola vor seinem Teamkollegen Adolf Rosenberger auf Mercedes-Benz Typ S. Und der Nürburgring ist 1990 auch Schauplatz des ersten Wettbewerbseinsatzes eines 190 E 2.5-16 EVO II.
Ein ganz besonderer Botschafter für das 120-jährige Motorsportjubiläum von Mercedes-Benz ist der 190 E 2.5-16 EVO II, der an die ersten Triumphe von Mercedes-Benz in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) erinnert. Denn für seine zweite Saison als Werksrennwagen in der Youngtimer Trophy hat der nach dem Reglement der Gruppe A aufgebaute Rennsport-Tourenwagen eine besondere Karosseriebeklebung erhalten: Historische Fotomotive erzählen auf der Blechhaut des Werksrennwagens die Motorsportgeschichte der Marke von den Ursprüngen vor 120 Jahren bis zu den aktuellen Rennsport-Aktivitäten von Mercedes-Benz.
Der 190 E 2.5-16 EVO II ist die zweite Entwicklungsstufe eines Rennsport-Tourenwagens für die DTM auf Basis der Baureihe W 201. Während der Jahre 1990 bis 1992 erzielt Mercedes-Benz mit diesem Fahrzeug einen Dreifachsieg in der DTM-Gesamtwertung 1992 (Meisterschaft für Klaus Ludwig vor Kurt Thiim und Bernd Schneider) sowie den 2. Platz der Gesamtwertung 1993 (Vizemeisterschaft für Roland Asch auf 190 E AMG Klasse 1).
Bereits ihre vierte Saison im Dunlop FHR Langstreckencup erlebt die „Heckflossen“-Limousine vom Typ 220 SE (W 111). Der Wagen im authentischen grauen Lack entspricht den Regelungen von Anhang K des internationalen Sportgesetzes der FIA (Féderation Internationale de l’Automobile). Zu den großen Erfolgen des 220 SE in den 1960er-Jahren gehört der Gewinn der Rallye-Europameisterschaft der Jahre 1960 und 1962 sowie der Sieg von Ewy Rosqvist und Ursula Wirth beim VI. Großen Straßenpreis von Argentinien 1962 (VI. Gran Premio Internacional Standard Supermóvil YPF).

Die Fahrzeuge von Mercedes-Benz Classic im Dunlop FHR Langstreckencup und in der Youngtimer Trophy 2014
Mercedes-Benz 220 SE (W 111) „FIA Anhang K“
Authentisch für die 1960er-Jahre ist die große technische Nähe dieses Wettbewerbsfahrzeugs zu dem Serienmodell. Zu den üblichen Modifikationen gehören die Versteifung von Fahrwerkelementen und Karosserieteilen, eine Vergrößerung des Treibstofftanks und die Optimierung der Motorcharakteristik.
Technische Daten
Produktionszeitraum: 1959-1965
Zylinder: 6/Reihe
Hubraum: 2.195 Kubikzentimeter
Leistung: 88 kW (120 PS) bei 4.800/min
Höchstgeschwindigkeit: rund 170 km/h
Mercedes-Benz 190 E 2.5-16 EVO II, Gruppe A (W 201)
Im August 1989 beginnen die Arbeiten an dieser zweiten Entwicklungsstufe eines DTM-Rennwagens auf Basis der Kompaktklasse W 201. Entwickelt werden die Fahrzeuge von der werkseigenen Abteilung Mercedes-Benz sport technik (st). Sein Renn-Debüt hat der Mercedes-Benz 190 E 2.5-16 Evolution II am 16. Juni 1990 auf der Nordschleife des Nürburgrings.
Technische Daten
Produktionszeitraum: 1990
Zylinder: 4/Reihe
Hubraum: 2.463 Kubikzentimeter
Leistung: 173 kW (235 PS) bei 7.200/min
Höchstgeschwindigkeit: rund 250 km/h
Eifelrennen auf dem Nürburgring, 19.04.1992. Roland Asch (Startnummer 17) gewinnt mit einem AMG-Mercedes 190 E 2.5-16 Rennsport-Tourenwagen den 2. Lauf.
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Die erste Saison: Mercedes-Benz Classic Werksrennwagen 190 E 2.5-16 Evolution II (W 201) in der Youngtimer Trophy auf dem Nürburgring im Oktober 2013.
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Mercedes-Benz Classic Werksrennwagen 220 SE (W 111), von den Fans liebevoll „Renn-Heckflosse“ genannt, beim ADAC Eifelrennen 2013.
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Einsatzbereit: Mercedes-Benz Classic Werksrennwagen 190 E 2.5-16 Evolution II (W 201). Vor dem Start in der Youngtimer Trophy auf dem Nürburgring im Oktober 2013.
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An der Box: Mercedes-Benz Classic Werksrennwagen 220 SE (W 111), von den Fans liebevoll „Renn-Heckflosse“ gennant, beim ADAC Eifelrennen 2013.
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Die erste Saison: Mercedes-Benz Classic Werksrennwagen 190 E 2.5-16 Evolution II (W 201) in der Youngtimer Trophy auf dem Nürburgring im Oktober 2013.
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Magische Momente: 120 Jahre Motorsport - 190 E 2.5-16 Evolution II (W 201)
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Mercedes-Benz Typ 220 SE (W 111), von Mercedes-Benz Classic aufgebaut für den historischen Rennsport. Foto vom Rennen der Fahrergemeinschaft historischer Rennsport e.V. (FHR) in Spa-Francorchamps (21./22. September 2012), wo das Fahrzeug einen Klassensieg erzielte (Fahrer: Roland Asch und Gregor Schulz).
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Mercedes-Benz Typ 220 SE (W 111), von Mercedes-Benz Classic aufgebaut für den historischen Rennsport. Foto vom Rennen der Fahrergemeinschaft historischer Rennsport e.V. (FHR) in Spa-Francorchamps (21./22. September 2012), wo das Fahrzeug einen Klassensieg erzielte (Fahrer: Roland Asch und Gregor Schulz).
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Großer Straßenpreis für Tourenwagen in Argentinien vom 25. Oktober bis 4. November 1962 über mehr als 4.600 Kilometer. Mercedes-Benz 220 SE (W 111) mit der Startnummer 711. Weiß lackiertes Dach, um die Sonnenstrahlung besser reflektieren und damit den Innenraum weniger aufheizen lassen.
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