Motorsport-Sieger: Rallye Paris–Dakar 1983

12.02.2019
Stuttgart

1982 macht das G-Modell bei der vierten Rallye Paris–Algier–D akar auf sich aufmerksam: Der belgische Rennfahrer Jacky Ickx startet mit seinem Kopiloten Claude Brasseur auf einem Mercedes-Benz 280 GE Rallye-Fahrzeug. Auf der rund 10.000 Kilometer langen Strecke durch Frankreich, Algerien, Mali und den Senegal (davon 5.963 Kilometer Wertungsprüfungen) erzielt das Team sieben Etappensiege und liegt an der Spitze des Wagenfeldes.

Überhaupt hinterlassen die G mit ihrem geballten Auftritt bei dem Vorläufer der heutigen Rallye Dakar im Jahr 1982 einen hervorragenden Eindruck: Sie sind robust und schnell genug, um die Krone des Gesamtsieges zu erreichen. Doch dann wird diese Chance durch einen Navigationsfehler verschenkt, und das Team Ickx / Brasseur kommt auf Platz fünf der Wertung für Automobile ins Ziel.

Im folgenden Jahr triumphieren Ickx und Brasseur dann auf ihrem 280 GE: Bei der Rallye, die vom 1. bis zum 20. Januar 1983 ausgetragen wird, siegt das Team in einem Feld von insgesamt 385 Teilnehmern, darunter 253 Personen- oder Lastwagen.

Ickx legt insbesondere im Zweikampf mit René Metge (Dakar-Sieger von 1984) auf Range Rover ein extrem hohes Tempo vor: Erstmals absolviert in der Geschichte der Rallye Dakar ein Auto eine Wertungsprüfung schneller als ein Motorrad. Der 280 GE ist durch Anbauteile aerodynamisch optimiert, wiegt wegen der Verwendung von Aluminiumteilen weniger als das G-Modell in Serienausführung, und die Motorleistung steigt um 47 kW (64 PS) auf 162 kW (220 PS). Außerdem wird die Vorderachse modifiziert, das Rallye-Fahrzeug erhält stärkere Federn und Spezialstoßdämpfer, und schließlich werden Sandreifen von Michelin aufgezogen.

Insgesamt führt die Rallye Paris–Algier–Dakar im Jahr 1983 über rund 12.000 Kilometer durch Frankreich, Algerien, Niger, Burkina Faso, die Elfenbeinküste, Mali und Mauretanien bis in den Senegal. Diese fünfte Auflage der „Dakar“, die erstmals die berüchtigte Ténéré-Wüste durchquert, endet quasi mit einem Doppelsieg für Mercedes-Benz: Denn während Ickx und Brasseur die Wertung der Personenwagen anführen, kommen Georges Groine, Thierry de Saulieu und Bernard Malfériol mit einem Mercedes-Benz 1936 AK Allrad-Lkw (261 kW / 355 PS) als bester Lastwagen ins Ziel (Platz 19 in der Gesamtwertung Auto / Truck).

Der Sieg des G-Modells bei der Rallye Paris–Algier–Dakar 1983 ist – gut zwei Jahre nach Beendigung der erfolgreichen Rallye-Aktivitäten der Stuttgarter Marke – erneut ein glänzender Motorsporterfolg. 

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