Unter der Lupe: Diebstahlsicherheit: Langfinger machen lange Gesichter

05.09.2016
Stuttgart

Ob Vergleichstests, Zulassungszahlen oder Rankings bezüglich Zuverlässigkeit und Werterhalt: Fahrzeuge von Mercedes-Benz Cars belegen in vielen Statistiken die vorderen Plätze. Aber zu den Lieblingen der Langfinger zählen sie nicht, denn Autodiebe tun sich bei Autos mit dem Stern schwer: In der aktuellen, im Oktober 2015 veröffentlichten Diebstahlstatistik des GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft) findet sich unter den 50 meistgeklauten Typen nur ein Modell aus dem Konzern: das smart BRABUS fortwo coupé auf Platz 37. Das verdeutlicht: Zwar wird in Deutschland etwa alle 30 Minuten ein Auto gestohlen, aber Mercedes-Benz Fahrzeuge sind davon unterdurchschnittlich oft betroffen. Das gilt auch für die Cabrios und Roadster.

Wie bei der Aktiven und Passiven Sicherheit setzt Mercedes-Benz bei der Diebstahlsicherheit auf konstruktive Vorkehrungen und umfangreiche technische Maßnahmen. Dazu zählen elektronische Wegfahrsperren der neuesten Generation. Sie kommunizieren mit diversen Bauteilen und Steuergeräten, was nicht nur den Komplett-Klau des Fahrzeugs, sondern auch den Diebstahl einzelner Infotainment-Komponenten verhindert oder zumindest stark erschwert: COMAND Online beispielsweise funktioniert nur im Original-Fahrzeug.

Wie gut der Schutz vor Langfingern funktioniert, zeigt ferner ein Praxistest der Autozeitschrift AUTO BILD in der Ausgabe 1/2016 vom 8. Januar 2016. Die Redaktion testete insgesamt zehn Fahrzeugmodelle diverser Marken mit KEYLESS‑GO Ausstattung. Denn der moderne Dieb rückt mit Laptop und Funkreichweitenverlängerer an und entriegelt sowie startet damit Autos in wenigen Sekunden.

Nicht aber das getestete Mercedes-Benz C 300 Coupé: Als einziges Modell im AUTO BILD-Vergleich ließ es sich nicht knacken, da der Startknopf mitsamt Empfänger abnehmbar ist und das Fahrzeug zudem auf einer eher seltenen Frequenz sendet und empfängt.

Dieses hohe Niveau an Diebstahlschutz gilt natürlich auch für die Cabrios und Roadster von Mercedes-Benz Cars. Und: Während früher einlagige Verdecke leicht aufzuschlitzen waren, bieten inzwischen mehrlagige (Akustik-)Verdecke und Hardtops bei Roadstern weitaus mehr Widerstand gegen Messer-Attacken. In den Kofferräumen sollte man ohnehin keine Wertgegenstände deponieren, doch der dortige Diebstahlschutz entspricht dem in geschlossenen Fahrzeugen.

Hinzu kommen effiziente Diebstahlwarnanlagen. Das in Mercedes-Benz Baureihen erhältliche Diebstahlschutz-Paket kombiniert verschiedene Ausstattungen, die helfen, das Fahrzeug vor Aufbruch, Diebstahl und Abschleppen zu schützen. Dazu gehört die Einbruch-Diebstahl-Warnanlage (EDW) mit Abschleppschutz und Innenraum­absicherung. Das System warnt bei erkanntem Fahrzeugaufbruch und Diebstahl, sobald es beim Abschließen über die Fernbedienung aktiviert wird. Erkennt das System, dass Unberechtigte eine der Fahrzeugtüren, den Heckdeckel oder die Motorhaube öffnen, löst es Alarm aus. Und die Funktion Abschleppschutz reagiert auf Lageveränderungen des Fahrzeugs und lässt sich bei Bedarf deaktivieren – zum Beispiel wenn der Wagen verladen oder abgeschleppt werden muss.

Hier die Verfügbarkeit von Diebstahlwarnanlagen:

Baureihe

Diebstahlschutz-Paket mit EDW

Diebstahlwarnanlage mit Überwachung der Türen und Serviceabdeckung

smart

fortwo cabrio

-

300 Euro

Mercedes-Benz

C-Klasse

476 Euro

-

E-Klasse

523,60 Euro

-

S-Klasse

523,60 Euro1

-

SLC

523,60 Euro

-

SL

Serie (EDW)

-

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